Seit der Gründung 13.09.2013 haben wir 14 Menschen mit einer Behin-derung zurück in den Arbeitsmarkt gebracht.

Stand Oktober 2017
In unseren zwei Zweckbetrieben beschäftigen wir zur Zeit 8 Menschen mit einer Behinderung. Eine davon ist unsere Frau Topor.
Lesen Sie doch mal Ihre Erfolgsgeschichte und machen Sich ein Bild von unserer Arbeit.

 

TROTZ ODER AUCH WEGEN IHRES ADERSSEINS

Anna Topor hatte wegen ihres Handicaps in der Schule und im Studium nie Probleme. Der Einstieg ins Berufsleben war allerdings nicht leicht. Doch die junge Frau hat nicht aufgegeben und wurde für ihre Ausdauer belohnt. Die Zeitungen schreiben regelmäßig über den herrschenden Fachkräftemangel auf dem Arbeitsmarkt. So machte sich die in Polen geborene Anna Topor auch keine Sorgen, als sie 2006 nach Deutschland kam. Dass die hochqualifizierte Frau bei der späteren Jobsuche gegen bestehende Vorurteile ankämpfen musste, ahnte sie damals noch nicht. 

 

Beim Lernen war und ist ihre körperliche Behinderung für Frau Topor kein Thema. Ihre halbseitige spastische Lähmung beeinträchtigt sie eigentlich nur beim Tippen auf der Computertastatur kein schnelles 10-Finger-Tippen? Mit diesem „Handicap“ war Anna Topor bei Weitem nicht die Einzige an der Uni und hat erfolgreich ihr Hochschulstudium absolviert. Und das gleich doppelt, denn sie studierte erst in Polen, um anschließend auch noch einen entsprechenden Abschluss in Deutschland zu erwerben. Über 100 Bewerbungen hatte die Betriebswirtin, die mittlerweile fließend deutsch spricht, nach dem Studium geschrieben. Zu etlichen Vorstellungsgesprächen wurde sie eingeladen und auch erste Praxiserfahrungen konnte sie im Rahmen von Praktika sammeln. Aber eine Festanstellung auf dem regulären Arbeitsmarkt wurde ihr nicht in Aussicht gestellt.

 

 

Im Standort für schwerbehinderte Menschen sah Arbeitsvermittlerin Melanie Zahn sofort das Potenzial, das in der zierlichen, sympathischen Frau steckt. „Unsere Aufgabe ist es, Kunden wie Frau Topor häufig überhaupt erst die Chance zu ermöglichen, ihr Können unter Beweis zu stellen. Mit unseren Förderungs- und  Unterstützungsangeboten versuchen wir, unsere Kunden in Arbeit zu vermitteln und damit auch langfristig die bestehenden Barrieren abzubauen“. Etliche  Arbeitgeber waren hinsichtlich der Leistungsfähigkeit von Frau Topor skeptisch. Einige befürchteten, sie würde häufig wegen Krankheit ausfallen. Diese Vorurteile hatte ihr jetziger Arbeitgeber nicht, leistet der Verein Hoffnung e.V. mit seinem inklusiven Ansatz sogar selbst aktive Aufklärungsarbeit. „Wir haben keine Berührungsängste und vermitteln diese Einstellung auch unseren Mandanten“, so Vorstandsmitglied und Geschäftsführer Christian Hartig, jetziger Chef von Frau Topor.

 

 

Anna Topor arbeitet bei Hoffnung e.V. als Buchhalterin und betreut mittlerweile über 20 Mandanten, die die Dienstleistungen von dem Buchführungs- und Beratungsbüro von Hoffnung e.V. Hamburg, in dem ausschließlich Menschen mit Handicap arbeiten, annehmen. Dass Frau Topor gut ins Team passt, spürte Herr Hartig schon im Vorstellungsgespräch und mit Unterstützung des Integrationsamtes wurde auch für die spezielle Ausstattung ihres Arbeitsplatzes gesorgt. Dank einer „Ein-Hand-Tastatur“ und einer Handstütze kann Anna Topor problemlos ihre Arbeit am Schreibtisch bewältigen – und das mit großem Erfolg. Nach nur zwei Monaten war es Herrn Hartig eine Freude, die Probezeit seiner neuen Mitarbeiterin vorzeitig zu beenden und ihr ein unbefristetes Arbeitsverhältnis anzubieten.

 

 

29.07.2017

Unter Aufsicht unserer Schirmherrin für gemeinnützige Projekte, der Profiboxerin Siuanna Kentikian und mit tatkräftiger Unterstützung der Autohaus Schön GmbH aus Cottbus, der Fiat Deutschland AG, der FGA Bank und vielen Sendern konnten wir 2 Autos, einen Fiat Grande Punto so wie einen Fiat Douplo Kombi, an 2 Familien mit behinderten Familienmitgliedern übergeben. 
Nun können wichtige Termine und Arztbesuche ohne weitere Hilfe absolviert werden und die Kinder mit Handicap können so durch die zurück gewonnene Mobilität am Leben wieder teilnehmen.
Vielen Dank an alle Spender und die es möglich gemacht haben.